Pflege und Demenz

Konsultieren Sie bei Verdacht auf Demenz einen Arzt!

Eine frühzeitige Diagnose hebt die Lebensqualität! Medikamente können ein schnelles Fortschreiten der Krankheit verzögern. Im Frühstadium der Krankheit können die Betroffenen zudem noch mitentscheiden, wie und wo sie später einmal gepflegt werden wollen, wer die Vorsorgevollmacht übernimmt und die Interessen des Erkrankten vertritt. Das macht den Angehörigen später alle notwendigen Entscheidungen wesentlich leichter und verringert Schuldgefühle.

Tipps zur Pflege und zum Umgang mit Demenzpatienten

  1. Wenn es Ihnen möglich ist, korrigieren Sie nicht die Fehlleistungen des Erkrankten. Sie beschämen und beunruhigen ihn damit.
  2. Machen Sie sich Notizen über bestimmte Verhaltensweisen des Erkrankten oder führen Sie ein Tagebuch.
  3. Nehmen Sie das Verhalten und die Reaktionen des Erkrankten nicht persönlich. Versuchen Sie stattdessen Streit oder Diskussionen aus dem Weg zu gehen, in dem Sie ihm beipflichten oder ihn ablenken.
  4. Vermeiden Sie wenn möglich Kritik und Situationen, in denen der Erkrankte überfordert ist.
  5. Finden Sie gemeinsam mit dem Erkrankten eine sinnvolle Beschäftigung. Beziehen Sie ihn so oft wie möglich in einfache, ihm bekannte Tätigkeiten ein.
  6. Ermutigen Sie den Erkrankten bei dem was er tut und loben Sie ihn so oft es geht.
  7. Schaffen Sie eine sichere Umgebung für den Erkrankten und sich selbst. Sichern Sie wenn nötig Herde, Öfen und Boiler und installieren Sie gegebenenfalls Gefahrenmelder.
  8. Verändern Sie dunkle Räumlichkeiten und schaffen Sie einen freundlichen, hellen und beruhigenden Lebensraum.
  9. Entfernen Sie irritierende Bilder, Teppiche und Tapeten aus dem Umfeld des Erkrankten.
  10. Halten Sie an Altbewährtem fest und führen Sie einen festen, übersichtlichen Tagesablauf ein.
  11. Informieren Sie Verwandte, Freunde und Nachbarn über die Krankheit und deren Begleiterscheinungen, um Missverständnissen vorzubeugen.